Schlafapnoe-Diagnostik

Bei einer Schlafapnoe handelt es sich um eine nächtliche Atmungsstörung, die mit Atemaussetzern einhergeht. Bleibt die Schlafapnoe über einen längeren Zeitraum unbehandelt, können schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen.


Unterschiedliche Formen der Schlafapnoe

Der Begriff Apnoe bedeutet „Nicht-Atmung“ oder Atemstillstand. Unter einer Schlafapnoe oder auch einem Schlafapnoe-Syndrom versteht man eine Atmungsstörung, die während des Schlafens auftritt.

Bei der nächtlichen Atmungsstörung wird zwischen obstruktiver, zentraler und gemischtförmiger Schlafapnoe unterschieden.

In den meisten Fällen handelt es sich um eine obstruktive Schlafapnoe, nur wenige Patienten leiden unter einer zentralen Schlafapnoe.

Von gemischt­förmiger Schlafapnoe spricht man, wenn ein Patient sowohl unter zentraler als auch unter obstruktiver Schlafapnoe leidet. Dies kommt jedoch sehr selten vor.

Diagnosestellung erfolgt durch ambulante Untersuchung in der Häuslichkeit (Apnoe-Screening/ Polygraphie) bzw. im Schlaflabor (Polysomnogarphie)


Schlafapnoe-Therapie

CPAP-Therapie

Bei einer mittleren bis schweren obstruktiven Schlafapnoe wird standard­mäßig eine Atemmaske, die sogenannte CPAP-Maske, eingesetzt.

Therapieanpassung erfolgte in der Regel über zwei Nächte im Schlaflabor. 

Inspire Therapie mit dem Zungenschrittmacher

Der Zungenschrittmacher von Inspire wurde speziell für Betroffene von obstruktiver Schlafapnoe entwickelt, bei denen eine CPAP-Therapie keine ausreichende Wirkung zeigt oder denen die Maske Probleme bereitet.

Unterkiefer- Protrusionsschiene

Vor allem bei Betroffenen mit leichter bis mittlerer obstruktiver Schlafapnoe kann eine sogenannte Unterkieferprotrusionsschiene, umgangssprachlich auch Anti-Schnarchschiene genannt, zum Einsatz kommen. Sie wird indivi­duell angefertigt, ist jedoch nicht für jeden geeignet.



  • Nasen-Operation: Mit Hilfe von Nasenoperationen werden beispielsweise Verkrümmungen der Nasenscheidewand oder Wucherungen in der Nase entfernt. 
  • UPPP bzw. LAUP: Bei der Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP bzw, LAUP) wird Weichteilgewebe im Rachenraum entfernt und das Gaumenzäpfchen gestrafft ggf. mit Mandelentfernung. 

  • Radiofrequenz-Therapie: Mittels Radiofrequenz-Therapie (Celon) kann erschlafftes Gewebe im Rachenbereich entfernt werden.
  • Unterkiefervorlagerung: Kieferorthopädische Eingriffe haben zum Ziel, den Kiefer z. B. bei einer Kieferfehlstellung vorzuverlagern.
  • Alaxo-Stent: Der Alaxo-Stent ist ein Medizinprodukt zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe und des Schnarchens, welches vom Patienten selbst abends vor dem Schlafen eingesetzt und morgens entfernt wird.





 
 
 
 
E-Mail
Anruf
Karte
Infos